Berichtsheft Vorlage: Tipps und Hinweise zur Führung
Jedes Jahr beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt. Die Schulzeit ist vorbei und die Weichen für den Berufsweg werden gestellt. Dieser Weg ist mit neuen Rechten und Pflichten verbunden.
Die Rechtsgrundlage für die Berufsausbildung ist das Berufsbildungsgesetz (BBiG). Darin sind alle wesentlichen Rechte und Pflichten des Ausbildenden und des Auszubildenden nachzulesen. Zu den Pflichten des Auszubildenden gehört es beispielsweise, das Ausbildungsnachweisheft regelmäßig und ordentlich zu führen. Für jeden Beruf gibt es eine Ausbildungsordnung. Diese besteht aus dem Berufsbild, dem Rahmenplan, den Prüfungsanforderungen und der Ausbildungsdauer. Das Berufsbild enthält alle Fertigkeiten und Kenntnisse, die dem Jugendlichen während der Ausbildungsdauer vermittelt werden müssen. Dabei handelt es sich um die Mindestanforderungen. Der Rahmenplan besteht aus der sachlichen und der zeitlichen Gliederung. Die Prüfungsanforderungen beschreiben wann und wie die Prüfungen durchgeführt werden. Es ist üblich, in der Mitte der Ausbildung eine Zwischenprüfung durchzuführen. Auf der Grundlage der Ausbildungsordnung wird der betriebliche Ausbildungsplan erstellt. In ihm werden die verschiedenen Ausbildungsorte innerhalb der Firma festgelegt, welche Inhalte vermittelt werden und die chronologische Abfolge.
Das Ausbildungsnachweisheft oder auch Berichtsheft genannt, begleitet den Jugendlichen während seiner gesamten Ausbildung. Erfahrungsgemäß ist es vorteilhaft, wenn die Führung des Heftes in den Ausbildungsalltag integriert wird. Am Ende des Tages werden der vermittelte Stoff oder die ausgeführten Tätigkeiten stichpunktartig eingetragen. Dabei können fachspezifische Begriffe genutzt werden. Als Beispiel eine Eintragung für einen Praxistag in einer kaufmännischen Ausbildung: Sekretariat: Bearbeitung der Eingangspost, Brief öffnen, Inhalt entnehmen, Kontrolle auf Vollständigkeit der aufgeführten Anlagen, Leerkontrolle des Umschlages, Eingangsvermerk (Stempel) oben rechts, Eintragung ins Posteingangsbuch, Ablage in die Postmappe, Vorlage beim Chef. An einem Berufsschultag werden die Fächer und der vermittelte Stoff aufgeführt. Für einen kaufmännischen Beruf könnten die Eintragungen so aussehen: Mathe: kaufmännisches Rechnen, Dreisatz erläutert und Übungsaufgaben; Informatik: Einführung in die Tabellenkalkulation, Erstellung kleiner Tabellen; Deutsch: Einführung und Erläuterung der DIN 5008.
Bei der Auswahl des Berichtsheftes muss berücksichtigt werden, ob es sich um eine Ausbildung im technischen oder kaufmännischen Bereich handelt. Die Berichtsheft Vorlage unterscheidet sich minimal. In dem Berichtsheft für technische Auszubildende ist ein Skizzenteil enthalten, in dem zeichnerisch gefertigte Werkstücke dargestellt werden können. Vom Grundaufbau sind die Hefte identisch. Auf dem Deckblatt werden Name und Vorname des Auszubildenden, der Ausbildungsberuf, der Ausbildungsbetrieb, die Ausbildungsdauer und die Berufsschule erfasst. Die Folgeseiten sind als Vordruck aufgebaut: Wochenbericht, Angabe der Kalenderwoche, Ausbildungsjahr und Name des Auszubildenden. Danach erscheinen die einzelnen Wochentage. Am Ende ist Raum für Bemerkungen und für die Sichtvermerke.